Hommage an Clara (on songs by Clara Schumann)

Details

Opus
Op. 115
Subtitle
Concept Lisa Larsson, orchestration Rolf Martinsson
Instrumentation
soprano, orchestra
Duration
25 minutes / 13 movements / 99 score pages
Lyrics author
Hermann Rollett, Heinrich Heine, Friedrich Rückert, Ludwig Peter August Burmeister
Director
Juraj Valčuha
Commisioner
Malmö Symphony Orchestra
Dedication
Lisa Larsson

Performances

23 Apr 2023

Hommage an Clara

  • Lisa Larsson – soprano, concept
  • Jönköping Sinfonietta
  • Malin Broman – leader
  • Composer – Clara Schumann
  • Orchestration – Rolf Martinsson

Spira

Jönkpöping, Sweden

Spanish Premiere

09 Mar 2023

Hommage an Clara

  • Lisa Larsson – soprano, concept
  • Balearic Symphony Orchestra
  • Pablo Mielgo – conductor

Auditorium

Palma de Mallorca, Spain

Finnish Premiere

12 Jan 2023

Hommage an Clara

  • Lisa Larsson – soprano, concept
  • Tapiola Sinfonietta
  • Antonello Manacorda – conductor
  • Composer – Clara Schumann
  • Orchestration – Rolf Martinsson

Espoo Culture Centre

Finland

World premiere

16 Sep 2021

Hommage an Clara

  • Lisa Larsson – soprano, concept
  • Malmö Symphony Orchestra
  • Juraj Valčuha – conductor
  • Composer – Clara Schumann
  • Orchestration – Rolf Martinsson

Malmö Live 16.30

Sweden

16 Sep 2021

Hommage an Clara

  • Lisa Larsson – soprano, concept
  • Malmö Symphony Orchestra
  • Juraj Valčuha – conductor
  • Composer – Clara Schumann
  • Orchestration – Rolf Martinsson

Malmö Live 19.00

Sweden

Work Note by Lisa Larsson

CONCEPT BY LISA LARSSON

Hommage an Clara – an innovative orchestral tribute to Clara Schumann.

During lockdown in 2020, I came across Clara’s own statement regarding withdrawingfrom composing: „I once believed that I possessed creative talent, but have given up this idea; a woman must not desire to compose - there has never yet been one able to do it. Should I expect to be the one?“. This left me with a feeling of sorrow, that a great female talent was stopped by conventions of her time.

In true fascination, looking into Clara‘s vocal works, I found that one of her most beautiful songs is based on the very same poem by Rückert - „Liebst Du um Schönheit“ - as Mahler used later and received greater recognition for.

I also came across how, after having stopped composing herself, Clara often premiered works by her husband as well as by composing friends such as Brahms, Liszt, Chopin and Mendelssohn. Through her celebrity status as concert-pianist, she helped these new works reach audiences. This made me wonder how she sometimes might have felt deep down inside, after having left her own calling as a composer.

To my knowledge, Clara Schumann’s tasteful and emotionally so expressive „Lieder” have never been orchestrated before and it is my sincere hope that our new orchestral song-cycle, „Hommage an Clara“, will inspire a rediscovery of Clara‘s compositions. I express warmest gratitude to my Swedish colleague, composer Rolf Martinsson, for his kindness in taking on this project and creating such sensitive and colourful orchestrations.

I have chosen to let the two men of importance in Clara’s life, her husband Robert Schumann and her friend Johannes Brahms be part of my concept, to honour the woman who meant so much to both of them. My vision was to, as small orchestral interludes, discretely insert fragments of love songs of theirs, in which I am as sure as one can be, without proof, that they both had Clara in mind whilst composing. The fact that it was possible to seamlessly put both Robert’s and Johannes’ music right next to Clara’s, is to me the ultimate proof of what a talented composer she was!

Let us revisit Clara‘s statement - shed new light on this preeminent musician and female composer of her time - and together bring her music to a broad audience of today.

Sincerely,

Lisa Larsson.

Zürich in October 2021.

Lyrics by Hermann Rollett, Heinrich Heine, Friedrich Rückert, Ludwig Peter August Burmeister

1. Geheimes Flüstern hier und dort

(verse 3)

Was leise mich umschwebt, umklingt,

Ich will es treu bewahren,

Und was mir tief zum Herzen dringt,

Will ich, vom Geist der Lieb’ beschwingt, 

In Liedern offenbaren!

Hermann Rollett (1819–1904)

***

2. Er ist gekommen in Sturm und Regen

Er ist gekommen

In Sturm und Regen,

Ihm schlug beklommen

mein Herz entgegen.

Wie konnt’ ich ahnen,

Daß seine Bahnen

Sich einen sollten meinen Wegen?

Er ist gekommen

In Sturm und Regen,

Er hat genommen

Mein Herz verwegen.

Nahm er das meine?

Nahm ich das seine?

Die beiden kamen sich entgegen.

Er ist gekommen

In Sturm und Regen!

Nun ist gekommen

Des Frühlings Segen.

Der Freund zieht weiter,

Ich seh’ es heiter,

Denn er bleibt mein auf allen Wegen.

Friedrich Rückert (1788–1866)

***

3. Das ist ein Tag, der klingen mag

Das ist ein Tag, der klingen mag –

Die Wachtel schlägt im Korn,

Die Lerche jauchzt mit Jubelschlag

Wohl überm hellen, grünen Hag,

Der Jäger bläst in’s Horn.

Frau Nachtigall ruft süßen Schall,

Durch’s Laub ein Flüstern zieht,

Das Echo tönt im Widerhall,

Es klingt und singt allüberall,

Das ist ein Frühlingslied.

Hermann Rollett.

***

5. Sie liebten sich beide

Sie liebten sich beide, doch keiner

Wollt’ es dem andern gestehn;

Sie sahen sich an so feindlich,

Und wollten vor Liebe vergehn.

Sie trennten sich endlich und sah’n sich

Nur noch zuweilen im Traum;

Sie waren längst gestorben

Und wußten es selber kaum.

Heinrich Heine (1797–1856)

***

6. Ich stand im dunklen Träumen

Ich stand in dunklen Träumen

Und starrte ihr Bildnis an, 

Und das geliebte Antlitz 

Heimlich zu leben begann.

Um ihre Lippen zog sich

Ein Lächeln wunderbar,

Und wie von Wehmutstränen

Erglänzte ihr Augenpaar.

Auch meine Tränen floßen

Mir von den Wangen herab –

Und ach, ich kann’s nicht glauben, 

Daß ich dich verloren hab!

Heinrich Heine

***

7. Was weinst du, Blümlein

Was weinst du, Blümlein, im Morgenschein? 

Das Blümlein lachte: Was fällt dir ein!

Ich bin ja fröhlich, ich weine nicht –

Die Freudenträne durch’s Aug’ mir bricht.

Du Morgenhimmel, bist blutig rot,

Als läge deine Sonne im Meere tot?

Da lacht der Himmel und ruft mich an: 

Ich streue ja Rosen auf ihre Bahn!

Und strahlend flammte die Sonn’ hervor, 

Die Blumen blühten freudig empor.

Des Baches Wellen jauchzten auf,

Und die Sonne lachte freundlich darauf.

Hermann Rollett

***

8. Walzer

(with small changes in the order of stanzas and with some stanzas left out)

Horch! Welch ein süßes harmonisches Klingen, 

Flüstern erhebt sich zum jubelnden Laut.

Laß mit den wogenden Tönen uns schweben,

Die uns wie Stimmen der Liebe umweh’n:

Auge in Auge mit glühenden Wangen, 

Bebende Seufzer verlangender Lust!

Ach! Wenn die Stunden der Freude vergangen, 

Füllet nur trauernde Sehnsucht die Brust,

Nimmer erblüht, was einmal verblüht,

Nie wird die rosige Jugend uns neu,

O drum, eh’ das Feuer der Herzen verglüht,

Liebe um Liebe, noch lächelt der Mai.

Horch! Welch ein süßes harmonisches Klingen, 

Flüstern erhebt sich zum jubelnden Laut.

Laß mit den wogenden Tönen uns schweben,

Die uns wie Stimmen der Liebe umweh’n.

Ludwig Peter August Burmeister (1804–1870)

***

10. Liebst du um Schönheit

Liebst du um Schönheit,

O nicht mich liebe!

Liebe die Sonne,

Sie trägt ein gold’nes Haar!

Liebst du um Jugend, 

O nicht mich liebe! 

Liebe den Frühling, 

Der jung ist jedes Jahr!

Liebst du um Schätze,

O nicht mich liebe! 

Liebe die Meerfrau, 

Sie hat viel Perlen klar!

Liebst du um Liebe,

O ja, mich liebe!

Liebe mich immer,

Dich lieb’ ich immerdar!

Friedrich Rückert

***

11. Oh weh, des Scheidens, das er tat

Oh weh des Scheidens, das er tat, 

Da er mich ließ im Sehnen!

Oh weh des Bittens, wie er bat,

Des Weinens seiner Tränen!

Er sprach zu mir: Dein Trauern laß! 

Und schied doch selbst in Schmerzen.

Von seinen Tränen ward ich naß,

Daß kühl mir’s ward im Herzen.

Friedrich Rückert

***

13. Lorelei

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,

Daß ich so traurig bin;

Ein Märchen aus alten Zeiten,

Das kommt mir nicht aus dem Sinn.

Die Luft ist kühl und es dunkelt, 

Und ruhig fließt der Rhein;

Der Gipfel des Berges funkelt

Im Abendsonnenschein.

Die schönste Jungfrau sitzet 

Dort oben wunderbar,

Ihr goldenes Geschmeide blitzet, 

Sie kämmt ihr goldenes Haar.

Sie kämmt es mit goldenem Kamme

Und singt ein Lied dabei,

Das hat eine wundersame,

Gewaltge Melodei.

Den Schiffer im kleinen Schiffe 

Ergreift es mit wildem Weh;

Er schaut nicht die Felsenriffe, 

Er schaut nur hinauf in die Höh’.

Ich glaube, die Wellen verschlingen 

Am Ende Schiffer und Kahn;

Und das hat mit ihrem Singen

Die Lorelei getan.

Heinrich Heine

***

Rolf Martinsson is represented by Gehrmans Musikförlag

Photography by Louise Martinsson and video by Tord Martinsson

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